Neben meiner Heilpraktiker-Ausbildung habe ich noch folgende Zusatz-Qualifikationen erworben:
Diplom-Biologin
Obwohl mein Biologie-Studium auf den ersten Blick nicht viel mit Psychotherapie zu tun hat, hilft mir mein naturwissenschaftliches Verständnis, denn Traumata sind in erster Linie ein biologisches und physiologisches Problem. Diesbezüglich reagieren wir nicht anders als Säugetiere.
In einer bedrohlichen Situation stellt unser Körper sofort große Mengen an Energie bereit, um Kampf oder Flucht zu ermöglichen. Kann sich diese instinktiv eingeleitete Reaktion vollenden, findet das System auf natürliche Weise in sein Gleichgewicht zurück. Es entsteht kein Trauma. Können diese Impulse jedoch nicht bis zum Ende ausgeführt werden, weil alles zu überwältigend ist bzw. weil Kampf oder Flucht nicht möglich sind, reagiert der Körper mit Erstarrung. Das entspricht dann dem Totstell-Reflex der Tiere. In diesem Fall bleibt eine immense Ladung an Überlebensenergie im Nervensystem und der Körper reagiert, als wäre er weiterhin der Bedrohung ausgesetzt. Tiere können diese Energie auch nachträglich los werden durch Zittern oder Beben, während der verkopfte Mensch das meist nicht zulässt. Traumatisierte Menschen benötigen deshalb Unterstützung darin, die von der Natur angelegten Heilungs- und Regenerationsprozesse ablaufen zu lassen.
Unterwegs zum wahren Selbst
In den letzten zehn Jahren hatte ich viel Zeit für Aufarbeitung, Selbstfindung und Gelegenheit mich mit existentiellen Fragen zu beschäftigen. Nicht zuletzt mit der Frage "Wer oder was bin ich eigentlich?"
Das Selbst repräsentiert die Struktur einer Person. Als einmalige und unverwechselbare Grundmatrix ist es angeboren, es kann jedoch gefördert, behindert und zerstört werden. Dabei ist die frühe Beziehungsqualität , die Kinder vor, während und nach der Geburt erleben, prägend für die Selbstentfaltung. Diese Beeinflussung führt dazu , dass das reale Selbst mehr oder weniger abweicht von dem gegebenen Selbstpotential. Hier kommt das "Ich" ins Spiel als seelische Funktion , die bemüht ist, Störungen des Selbst auzugleichen, zu regulieren, zu kompensieren und zwischen Spaltungen und Fragmenten des Selbst zu vermitteln und zu versöhnen.
Jedes entfremdete Selbst bedeutet Leid. Unsere Seele will Unlust vermeiden und sich vor Schmerzlichem schützen. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die der individuellen Abwehr dienen und als Sozialverhalten gesellschaftliche Relevanz bekommen. Die wichtigsten Rettungsbemühungen sind: Kompensation und Ersatz, Anstrengung und Leistung, Anpassung, soziales Ausagieren, masochistisches Aushalten und Erkranken. [3]
Wirkliche Heilung bedeutet deshalb immer, das wahre Selbst zu stärken und frei zu legen. Ein Prozess, der im Rahmen der Kurzzeittherapie nur angestoßen werden kann, aber nicht außer Acht gelassen werden sollte.
[3] Hans-Joachim Maaz (2023): Das falsche Leben - Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft. Verlag C. H. Beck oHG, München.
wenn du dich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befindest oder Unterstützung bei der Verarbeitung von Traumata benötigst.
Bei einem Telefonat können wir feststellen, ob und wie wir gemeinsam positive Veränderungen anstreben können.
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